Das „Schmalspur-Jahr“ vergessen machen
Montag, 19. Dezember 2011 22:35
Das Jahr 2011 war für Niklas Zender ein Jahr voller Veränderungen. Der Vereinswechsel von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach zur Frankfurter Eintracht, ein mehrmonatiger Aufenthalt in England und der Beginn des Medizinstudiums. Das Sport- wie Privatleben des 21-Jährigen bewegte sich in ganz neuen Bahnen. Die Bewegung auf der Laufbahn fiel dagegen deutlich kleiner aus als geplant. „Insgesamt lief es für mich bescheiden. Ich hatte mir deutlich mehr versprochen”, sagt Niklas Zender beim Blick zurück.
Nur fünf Rennen über 400 Meter, seine Haustrecke, sowie zwei Wettkämpfe auf Über- bzw. Unterdistanzen sind in den Statistiken verzeichnet. Extrem wenig für einen Langsprinter, der sich sonst gern die Form im Wettkampf holt. Doch es gibt Gründe für das „Schmalspur-Jahr”. Neben dem gesteigerten Training bei Nick Dakin im britischen Loughborough und später bei Volker Beck in Frankfurt musste der Student im Frühjahr auch einen gesundheitlichen Rückschlag verkraften: „Ich habe mir in England eine Krankheit eingefangen, womöglich eine Hepatitis-Infektion. Aber das konnte nicht mehr diagnostiziert werden.”
So musste Niklas Zender seinen Traum, mit der Staffel zur WM nach Daegu zu fahren, früh begraben. Trotzdem durfte er 2011 das Nationaltrikot überstreifen. [...]
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